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Forschung als Basis erfolgreicher buchwissenschaftlicher Hochschullehre

Die Erlanger Buchwissenschaft bietet einen Bachelor-, Master- und Promotionsstudiengang auf der Grundlage moderner buchwissenschaftlicher Forschung an.  Damit unterscheidet das Universitätsfach Buchwissenschaft sich von rein anwendungsbezogenen Fachhochschul-Studiengängen.
Dies heißt allerdings nicht, dass alle Absolventen eine Karriere als Wissenschaftler anstreben. Wir meinen vielmehr, dass eine auf wissenschaftlicher Basis fundierte Lehre den Studierenden analytisches und  eigenverantwortlich problemlösendes Denken vermittelt. Diese Schlüsselqualifikation wird von den Unternehmen der Buchwirtschaft heute mehr und mehr gefordert, denn der Buchmarkt sieht  sich in Zeiten fortschreitender Konzentrationsprozesse im herstellenden und verbreitenden Buchhandel, der Medienkonkurrenz und multimedialer Publikationsformen und ihrer Geschäftsmodelle vor neue und komplexe Herausforderungen gestellt.
So versteht sich die Lehre in Erlangen integrativ: Bereits in den ersten Semestern werden die Studierenden an einzelnen Beispielen mit buchwissenschaftlicher Theorie und Modellbildung vertraut gemacht.  Das Buch als Medium wird in einen kommunikativen und gesellschaftlichen Bezugsrahmen gestellt.

Forschungsstarker Standort – von der Frühdruckforschung bis zum Buchhandel der Gegenwart

Die Erlanger Buchwissenschaft ist forschungsstark. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Einzelpublikationen werben Professoren und Dozenten kontinuierlich Forschungsprojekte über Drittmittel ein. An erster Stelle steht hier die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die in den letzten Jahren mehrere Projekte gefördert hat. So etwa zur Entstehung des Titelblatts in der Frühzeit des Buchdrucks oder zur „Melusine“ des Thüring von Ringoltingen in der deutschen Drucküberlieferung von ca. 1473/74 bis ins 19. Jahrhundert. Dies sind historische, interdisziplinär angelegte Projekte (Buchwissenschaft, Kunst- und Literaturgeschichte, Sprachwissenschaft), die sich mit der Genese neuzeitlicher Kommunikationsformen beschäftigen.
Ebenfalls von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird ein modernes Projekt, die Erlanger Beteiligung am Wissenschaftsportal b2i, das die Fachkommunikation der Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften bündelt.
Jüngstes Kind der Erlanger  Buchwissenschaft ist eine digitale Geschichte des gedruckten Buches im deutschsprachigen Raum bis zur Gegenwart (in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsbibliothek München), an der Buchwissenschaftler aus dem In- und Ausland mitarbeiten werden.
In Nach-PISA-Zeiten findet „Abenteuer Buch“ besondere Aufmerksamkeit. Unterstützt von zahlreichen privaten Stiftungen und Förderern werden Kindergartenkinder und Schüler mit dem Buch und als Medium vertraut gemacht.
Von großer Bedeutung sind die Profilierungsschwerpunkte, in denen sich die Aktivitäten der Erlanger Buchwissenschaft konzentrieren:

 

Blick nach Fernost


Besonders im Fokus stehen schließlich auch China und der chinesische Buchmarkt. Hier besteht reger Austausch in Form von Publikationen, Tagungen und persönlichen Kontakten zwischen der Erlanger Buchwissenschaft und ihrer Partnereinrichtung im chinesischen Wuhan.

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